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Ochsenhausener Quintett bei der EM in Budapest am Start

Am Dienstag fällt in der Budapester Tüskeczarnok-Halle der Startschuss zu den Tischtennis-Europameisterschaften 2016, diesmal eine reine Individual-EM ohne Team-Event, die bis zum 23. Oktober geht. Begonnen wird, wie üblich, mit der sich über zwei Tage erstreckenden Qualifikation.

Die LIEBHERR European Table Tennis Championships sind binnen zehn Wochen das dritte große Tischtennis-Event nach den Olympischen Spielen und dem World Cup, allerdings „nur“ die Nummer drei in Bezug auf die Wertigkeit der Turniere, aber immer äußerst interessant und prestigeträchtig.

Fünf Spieler aus Ochsenhausen sind in Budapest am Start, natürlich zählen die drei europäischen Bundesligaspieler der TTF Liebherr Ochsenhausen dazu, also Simon Gauzy (Frankreich), Jakub Dyjas (Polen) und Joao Geraldo (Portugal). Alle drei sind gesetzt – Gauzy an Position 6, Dyjas an 19 und Geraldo an 31 – und gehen im Einzel-Wettbewerb erstmals am Donnerstag in der 1. Hauptrunde an die Tische. Dyjas könnte in Runde zwei auf keinen Geringeren als Dimitrij Ovtcharov treffen und zwischen Gauzy und Geraldo könnte es dann sogar zu einem reinen TTF-Duell kommen. In Runde eins treffen alle drei auf Qualifikanten.

Ferner sind zwei junge Spieler aus dem Liebherr Masters College am Start, die als Ungarn gewissermaßen ein Heimspiel haben. Es handelt sich um den 19-jährigen Bence Majoros sowie den ein Jahr älteren Adam Szudi – beide schlagen aktuell für den Zweitligisten Borussia Dortmund auf. Gesetzt sind sie nicht und müssen folglich bereits am Dienstag und Mitwoch durch die Mühlen der Qualifikation. Für beide wäre das Erreichen des Hauptfeldes bereits ein schöner Erfolg.

Die drei TTF-Asse treten auch im Herren-Doppel mit Landsleuten an, Gauzy zusammen mit Benjamin Brossier, Dyjas an der Seite von Daniel Gorak, während Geraldo ein Duo mit dem Ex-Ochsenhausener Tiago Apolonia bildet. Am besten in der Setzliste positioniert sind Dyjas/Gorak auf Platz 6. Für das Hauptfeld gesetzt sind alle drei Kombinationen. Auch hier beginnen die Einsätze erst am Donnerstag.

Nach längerer Pause wird in Budapest auch wieder ein Mixed-Wettbewerb gespielt. Hier finden wir unter den Gesetzten Jakub Dyjas/Katarzyna Grzybowska und Joao Geraldo/Yu Fu. Im Mixed geht es bereits am Mittwochabend erstmals zur Sache.

Aber das eigentliche Salz in der Suppe – das kann man klipp und klar sagen – ist das Herren-Einzel, dem naturgemäß die Hauptkonzentration der Spieler aus der oberschwäbischen Tischtennis-Hauptstadt gilt. Es muss sich zeigen, ob die Ochsenhausener Bundesliga-Profis nach den vielen Highlights der letzten Wochen auf dem Boden geblieben sind und die Energie besitzen, in Budapest richtig anzugreifen. Fest vorgenommen haben sie es sich und es ist ihnen absolut zuzutrauen. Ein Simon Gauzy in Bestform etwa besitzt durchaus Chancen, sehr weit zu kommen. Die Medaillenränge sind gewiss keine Utopie, auch wenn Titelverteidiger Dimitrij Ovtcharov (Deutschland), trotz zuletzt mäßiger Leistungen beim World Cup, wieder als Topfavorit ins Rennen geht. Lassen wir uns überraschen und drücken wir dem Ochsenhausener Quintett für die kommenden sechs Tage die Daumen. Wir werden Sie natürlich auf dem Laufenden halten.

Bild: ETTU