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Kooperation mit Chinas Topklub Shandong Luneng

Shandong Luneng sagt vielleicht nicht jedem Sportfan auf Anhieb etwas, viele Tischtenniskenner horchen indes ehrfürchtig auf, wenn der Name fällt. Es handelt sich nämlich um den vielleicht erfolgreichsten Tischtennis-Klub der Welt, mehrfacher Gewinner der Chinese Super League, der stärksten Liga weltweit.

Kooperationen von deutschen Tischtennis-Institutionen mit chinesischen Topvereinen sind absolutes Neuland, doch für das Liebherr Masters College (LMC), zu dessen Philosophie es gehört, immer wieder neue Wege zu beschreiten, etwas durchaus Naheliegendes.

Nun hat das einzigartige Ochsenhausener Ausbildungszentrum, vom Tischtennis-Weltverband ITTF seit Jahren mit großem Interesse beobachtet, einen Kooperationsvertrag mit Shandong Luneng abgeschlossen. Vertragspartner sind der chinesische Spitzenklub und das LMC, wobei, bei der engen Verzahnung von College und TTF Liebherr Ochsenhausen naheliegend, natürlich auch der aktuelle Bundesliga-Spitzenreiter die Kooperation begrüßt und ihr mit großem Interesse entgegensieht.

Die Grundidee des Vertrags mit dem renommierten Klub aus der ostchinesischen Provinz Shandong, am Unterlauf des Gelben Flusses gelegen und mit an die 100 Millionen Menschen bevölkerungsreicher als ganz Deutschland, ist neben dem sportlichen auch ein kultureller Austausch durch gegenseitige Trainings-Camps, die mehrmals im Jahr stattfinden sollen.

Hinter dem renommierten Tischtennisverein „Luneng Table Tennis Club“ steht die Luneng Group Co. Ltd. mit Hauptsitz in Jinan City. Die 2002 gegründete Gesellschaft ist in diversen Bereichen wie Energiegewinnung, Versorgungswesen, Immobilien, Einkaufscenter und Hotels marktführend und Haupt-Anteilseigner der Shandong Electric Power Group.

LMC-Geschäftsführer Kristijan Pejinovic, zugleich TTF-Präsident, war im Sommer zusammen mit dem Deutsch-Chinesen Fu Yong aus dem Ochsenhausener Trainerstab ins Reich der Mitte gereist, um die entsprechenden Kontakte zu knüpfen. Pejinovic sagt: „Die Kooperation mit Shandong Luneng ermöglicht unseren Spielern und Trainern, noch tiefere Einblicke beim Branchenführer zu erhalten. Es ist meines Erachtens immer wichtig zu analysieren, was die Nummer eins der Welt anders beziehungsweise besser macht als das Europäische Tischtennis. Luneng ist ein äußerst professioneller Verein mit außerordentlichen Einrichtungen und einem einzigartigen Management. Wir freuen uns, dass wir schnell zu einer Einigung mit Luneng kommen konnten und es war für mich eine sehr inspirierende und informative Zeit in China.“

Auch manchem Fußballfan ist Shandong Luneng ein Begriff. Der Klub aus der chinesischen Fußball-Superliga – offizieller Name: Luneng Mount Taishan Football Club – wird nämlich seit Juni von keinem Geringeren als dem früheren Bundesliga-Meistertrainer Felix Magath trainiert. Kristijan Pejinovic konnte Magath vor Ort an dessen zweitem Arbeitstag für Luneng kennenlernen.