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GEWO wird neuer Partner des Liebherr Masters College

Das Ochsenhausener Liebherr Masters College (LMC) freut sich, mit dem namhaften Tischtennis-Ausrüster GEWO einen neuen Premiumpartner gewonnen zu haben.
 
Näheres über die Marke GEWO erfahren Sie in dem ausführlichen Interview mit GEWO Brand Manager Florian Wehner in dieser LMC-News.
 
Die zunächst auf drei Jahre konzipierte Partnerschaft ab der Saison 2016/17 wird für beide Seiten Nutzen und Ertrag bringen. Davon sind die „Macher“ des College überzeugt.
 
LMC-Geschäftsführer Kristijan Pejinovic: „Wir sind sehr stolz, dass die Marke GEWO mit dem Liebherr Masters College™ einen neuen eigenen Weg im Tischtennis gehen will. GEWO wird einer unserer Premiumpartner neben DONIC, andro und Cornilleau und wird in den Genuss unseres STEC-Systems kommen, welches dazu entwickelt wurde, gezielt außergewöhnliche Talente zu entdecken und auf ihrem Weg an die internationale Spitze zu begleiten.“
 
LMC-Sportmanager Daniel Zwickl: „Wir sind froh, dass wir GEWO als neuer Partner des LMC willkommen heißen können. Auch der sportliche Bereich kann von der Partnerschaft profitieren. GEWO hat jetzt die Möglichkeit, Talente aus dem LMC unter Vertrag zu nehmen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit in den nächsten Jahren.“
 
Eines dieser Talente ist Rares Sipos, der bei der Jugend-WM 2015 in Frankreich für Furore gesorgt hat und seit Januar 2016 dem LMC angehört. Der 16-jährige Rumäne, aktuelle Nummer 33 der U18-Weltrangliste, ist der erste LMC-Student, der von GEWO ausgerüstet wird.
 

Nachfolgend das Interview mit GEWO Brand Manager Florian Wehner.
 
Herr Wehner, die Firma GEWO wird zur kommenden Saison Partner des Ochsenhausener Liebherr Masters College. Haben Sie die Aktivitäten des LMC schon länger verfolgt?
 
„Natürlich! An einem solchen eindrucksvollen Projekt kann man nicht vorbeigehen – wir sind mit Kristijan Pejinovic schon eine Zeitlang in Kontakt. Da wir seit Anfang 2015 GEWO verstärkt international nach vorne bringen, ist eine langfristig angelegte Zusammenarbeit mit dem LMC nur der logische, nächste Schritt. Wir freuen uns sehr, dass sich das LMC für uns als Partner entschieden hat.“
 
Wie kam der Kontakt zustande?
 
„Wir stehen im engen Kontakt zu Georg Nicklas – Gründer und Inhaber der ESN Deutsche Tischtennis-Technologie GmbH. ESN produziert nahezu alle unsere GEWO-Hochleistungsbeläge. Durch die intensiven und sehr vertrauensvollen Gespräche mit ESN haben wir einen tieferen Einblick in die hervorragende Arbeit in Ochsenhausen erhalten – so kam der Kontakt zu Stande. Natürlich ist der Name Ochsenhausen ein in Tischtennis-Kreisen sehr bekannter Name, der uns nicht erst seit kurzem bekannt ist – Ochsenhausen und vielmehr auch das LMC genießen weltweit einen hervorragenden Ruf.  Kristijan Pejinovic, Daniel Zwickl und das gesamte LMC-Team bieten uns eine hervorragende Möglichkeit, GEWO vor allem bei jungen, sehr erfolgreichen, europäischen Talenten bekannter zu machen.“
 
Was versprechen Sie sich von der Partnerschaft, wo liegen die Gemeinsamkeiten?
 
„Ochsenhausen ist ein Erfolgsprojekt „Made in Germany“ – ganz genau wie die 1956 gegründete Tischtennismarke GEWO. Verlässlichkeit, Innovationsfreude, absolute Leistungsbereitschaft – das zeichnet sowohl das LMC als auch GEWO aus. Wir wollen GEWO, in Zusammenarbeit mit dem LMC, stärker in Richtung Top-Sport positionieren: bereits jetzt nutzen Nationalspieler aus Argentinien, Panama, dem Iran oder auch Indien unsere Produkte. Jetzt möchten wir aber in Europa und Asien präsenter sein – mit Hilfe einer der besten und erfolgreichsten Nachwuchsakademien auf der Welt, wie man eindrucksvoll vor Kurzem bei der WM in Malaysia anhand der fantastischen Ergebnisse aller LMC-Spieler gesehen hat.“
 
Wie beurteilen Sie die Philosophie des LMC, außergewöhnliche Talente aus Deutschland und Europa durch gezielte, individuelle Förderung an die Weltspitze zu bringen? Korrespondiert dies mit Ihrer Markenphilosophie?
 
„Internationaler Top-Sport ist heutzutage nur mit gezielter Einzelförderung von Talenten durch private Initiativen oder über Förderungen durch nationale Verbände möglich. Diese Förderung europäischer Talente ist durch den Trainingsbetrieb, Trainer- und Physiotherapiekosten, Reisekosten zu Turnieren und Trainingslagern mit immensen Aufwendungen verbunden, die auf viele Schultern verteilt werden müssen – da möchten wir mit GEWO Partner für die besten europäischen Talente sein.
 
GEWO wurde viele Jahre eher als regionale, nationale Marke positioniert. Darauf sind wir auch sehr stolz. Trotzdem möchten wir unsere Marke und unser Unternehmen in den nächsten Jahren weiter ausbauen. Das geht vor allem im europäischen und weltweiten Ausland. Wir freuen uns darauf, z.B. mit dem GEWO Sport-Team und dem Netzwerk des LMC den „Champion von morgen zu entwickeln“ und dass wir jungen Top-Talenten „Flügel verleihen“ können. Unsere GEWO-Talente werden von den besten Spezialisten rund um die Uhr betreut – das kann nur den maximalen Erfolg bedeuten.“
 
Wie kann und wird GEWO das Vorhaben des LMC unterstützen „den Champion von morgen zu entwickeln“?
 
„Zunächst einmal ist unsere Partnerschaft auf einen langen Zeitraum angelegt – länger als zunächst angedacht. Dies bedeutet aber auch für das LMC eine entsprechende Planungssicherheit.
 
Neben der wirtschaftlichen Unterstützung werden wir das LMC natürlich auch mit unseren neuesten Produkten unterstützen – diese werden auf „Herz und Nieren“ von den Jungs dort schon vor Marktstart getestet. Das hilft uns, auch in den nächsten Jahren neue und innovative Produkte auf den Markt zu bringen – einige stehen jetzt schon unmittelbar vor dem Marktstart.“
 
Wir wissen, dass die Entwicklung junger Talente ein langfristiges Projekt ist – dieser Herausforderung stellen wir uns sehr gerne.
 
In Zusammenarbeit mit unserem Partner ESN werden wir einigen europäischen Top-Talenten den Weg in die Weltspitze bereiten: Wir sind zum Beispiel sehr stolz, dass sich mit Rares Sipos, aktuelle Nummer 3 der U16 Schüler in Europa und Schüler-Europameister von 2014, eines der größten europäischen Talente für eine sehr langfristige Zusammenarbeit mit GEWO entschieden hat. Weitere Projekte sind bereits fixiert.“
 
GEWO war als Tischtennis-Ausrüster früher in ganz Deutschland und europaweit präsent und ist später dann eher im norddeutschen Raum vertreten gewesen. Soll sich dies nun ändern, ist die Partnerschaft mit dem LMC auch ein Schritt, um im Süden Deutschlands größere Präsenz zu erlangen, oder ist Ihnen der europäische Aspekt wichtiger?
 
„Wir freuen uns auf den „wilden Süden“ – trotzdem ist für uns der Standort nur zweitrangig. Wir haben im Süden seit diesem und letztem Jahr bereits zwei große Händler, die voll auf unsere GEWO-Produkte setzen – und damit aktuell sehr erfolgreich sind. Trotzdem möchten wir unsere Marke weiter „internationalisieren“: regelmäßige Besuche bei unseren Kunden in Asien, auf Messen in China oder Japan, sind dabei nur kleine Punkte. Für uns spielt der Standort keine so große Rolle. Wir wollen mit unseren Produkten durch Service, hoher Produktverfügbarkeit, Verlässlichkeit usw. punkten – dann entwickeln sich Partnerschaften und Marktwachstum von ganz alleine.“
 
Vielleicht können Sie noch kurz etwas zur Marke GEWO sagen: wofür steht sie, welches sind die wichtigsten Schwerpunkte Ihres Hauses, welche Zielgruppen visieren Sie an?
 
„GEWO wurde ursprünglich 1898 in Gelnhausen von Peter Wolf als Sattlerei gegründet. Zwei Generationen später, im Jahr 1956, begann GEWO äußerst erfolgreich mit der Produktion von Tischtennistischen. GEWO brauchte ungefähr 10 Jahre, um zu einem der führenden Produzenten von Tischtennistischen zu werden. Das Geschäft ließ in den folgenden Jahren nach, bis Frank Koschnick und Wolfgang Sohns im Jahr 1991 GEWO übernahmen und die Firma innerhalb von 10 Jahren zu einer deutschlandweit agierenden Marke machten. Sie beschlossen, die gesamte Bandbreite von Tischtennisprodukten anzubieten und zwar ausschließlich qualitativ hochwertigste Ware.
 
Seit einigen Jahren wird GEWO nun verstärkt auch international angeboten. Wir möchten ein verlässlicher Partner für unsere internationalen Kunden auf der ganzen Welt sein – viele Partnerschaften beruhen auf einer sehr freundschaftlichen Basis. Aktuell liefern wir unsere Produkte in viele Länder auf der Welt.“
 
Herr Wehner, wir danken Ihnen für dieses informative Gespräch!